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Einsatzdienst, Ausbildung , Wasserrettungsdienst

Vorsicht beim Betreten von Eisflächen

Veröffentlicht: 11.01.2026
Autor: Tobias Ramesberger
Buddy-Check vor dem Einsatz
Rettung mit dem Combi-Carrier
Rettung mit dem Combi-Carrier
Aufbau des Eisschlittens
Volle Kraft ist gefragt bei der Rettung
Jetzt geht's los
Einsatzfahrzeig vor winterlichem Steinbruchsee
Eisretter bindet Sicherungsknoten
Eisretterin auf dem Weg zum Patienten
Knoten sind das A und O
Aktuelle Eisdicke am Steinbruch

DLRG übt den Ernstfall

Büchlberg. Am Naturdenkmal Steinbruch regt sich am vergangenen Samstag etwas, mitten in der Winteridylle fährt ein großes Einsatzfahrzeug vor – die ortsansässige DLRG Wasserrettung. Die Ehrenamtlichen nutzen ihren Samstagnachmittag, um zu üben, Eisrettung steht heute auf dem Plan. Die Kälte der vergangenen Wochen hat den Steinbruchsee zufrieren lassen. „Die Eisdecke ist aber nicht überall gleich tragfähig“, weiß der Technische Leiter Michael Schneider. Es sei deshalb gefährlich einfach über den See zu spazieren.

 Eisrettung ist Teamwork

Nachdem eine Seilsicherung an einem Baum aufgebaut wurde, marschiert Übungsleiter Tobias Ramesberger mit einer Schneeschaufel auf den See hinaus, schiebt den Schnee zur Seite und schneidet ein Loch in die Eisdecke – knapp 15 cm hat das Eis an dieser Stelle. An Land wird währenddessen auch fleißig gewerkelt: Weitere Seilsicherungen aufbauen, Ausrüstung checken und schließlich wird auch der spezielle Eisrettungsschlitten mit Druckluft aufgeblasen. Das alles geschieht in eingespielter Teamarbeit.

Auch bei der Rettung ist Vorsicht geboten

Zurück an Land erklärt Ramesberger das Vorgehen bei Eisunfällen. Die Einsatzkräfte müssen dabei zuallererst auf ihre eigene Sicherheit achten. „Das Beste ist, wenn ihr gar nicht aufs Eis müsst.“ Wenn es die Entfernung zulasse, soll man versuchen der Person einen Gegenstand wie z.B. eine langen Ast anzureichen. Ist die Einbruchstelle zu weit weg, so greift man zum sogenannten Wurfsack, der 18m Seil beinhaltet. An ihm kann sich die eingebrochene Person festhalten und damit an Land gezogen werden. Reicht auch das nicht so müssen die Retter selbst aufs Eis am besten mit einem Rettungsgerät wie dem Eisrettungsschlitten.

Nachwuchs trainiert in Büchlberg schon fleißig mit

Als erster hüpft der Übungsleiter dann selbst in das kalte Wasser geschützt durch einen Trockenanzug, eine Weste mit Auftrieb und Handschuhe und wartet auf seine Rettung. Als einer der ersten probiert sich auch Patrick, er ist Teil des Jugend-Einsatz-Teams und heute bei der Übung dabei. Er und seine Teamkollegen trainieren regelmäßig mit den Einsatzkräften und werden so langsam an den Einsatzdienst herangeführt.

 Keine ruckartige  n Bewegungen bei Unterkühlung

Vorne angekommen packt Patrick zu und zieht seinen Patienten auf den Eisrettungsschlitten. Sobald er ihn gesichert hat, gibt er ein Zeichen und die Kolleginnen und Kollegen ziehen die beiden an der Seilsicherung ans Ufer. Dann beginnt die Erstversorgung. „Bei stark unterkühlten Personen ist es wichtig sie nicht unnötig oder ruckartig zu bewegen“, betont Michael Schneider. Raus aus den nassen Klamotten warm einpacken und dann so schnell wie möglich in eine Klinik, sei hier die Devise.

Warnung vor dem Betreten von Eisflächen

Die DLRG rät der Bevölkerung davon ab, Eisflächen ohne amtliche Freigabe zu betreten. Insbesondere bei Personengruppen gelangt die Tragfähigkeit schnell an ihre Grenze und es kommt zu Rissbildungen oder sogar zum Eiseinbruch.

 

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